Freitag, 23. August 2013

Einführung in meine Pferdewelt

Wie bereits bei meinem anderen Blog, dem der Meisterhaften Tierportraits, muss ich auch mit meinem Blog zur Ausbildung eines jungen Reitpferdes umziehen.

Den ersten Teil habe ich als pdf-Datei gespeichert und auf meiner Homepage zum Herunterladen online gestellt:


Ausbildung eines jungen Reitpferdes (1)

Es geht hier um die Ausbildung meines insgesamt fünften Pferdes, daher der Name der jungen Stute: QUINTINAH (von Quaterback).

Vielleicht sollte ich zur Einführung einen kurzen Rückblick auf meine bisherige reiterliche Karriere geben:

Mein erstes Pferd war das ehemalige Schulpferd GRANDE, ein polnisches Warmblut, auf dem ich noch sehr viel über Ausbildung bis zu Lektionen der Klasse S gelernt habe.

(FOTO folgt)

Mit ihm reichte es turniermäßig bis zum Reiten von L-Dressur, jedoch ohne Erfolg, da seine Möglichkeiten zu beschränkt waren und dazu noch eine ausgeprägte "Guckigkeit" kam. Er erkrankte im Alter an "Schale" und ging dann endgültig in Rente, wobei er seine Hengstigkeit mit meinem zweiten Pferd, seiner Melissa, auslebte, die ihn dann im Alter von 26 Jahren durch einen Tritt vor den Oberarm in die ewigen Jagdgründe beförderte.

Die Suche nach einem Turnierpferd, mit dem ich erfolgreich mitmischen konnte, führte mich im Jahr 1990 also an den Niederrhein zu einer rheinischen Stute von Mephistopheles, MELISSA.



Ich kaufte sie 5-jährig und bildete sie bis Klasse S aus. Erfolgreich waren wir bis zur MA-Dressur (heute M**). Sie war ein wunderschönes Pferd mit viel Ausstrahlung und guten Bewegungen. Von allen meinen Pferden war sie die furchtloseste. Eine Verletzung bzw. eine andauernde Lahmheit führte zu meinem ersten Fohlen aus ihr, GJACOMO von Glücksklee. Als sie mit zunehmendem Alter mir ihre Mitarbeit aufkündigte (ich hatte sie wohl psychisch etwas überfordert), bekam sie ihr zweites Fohlen, ESQUIBO von Ehrentusch. Eine Herpes-Infektion hätte sie mir fast im Alter von 20 Jahren entrissen. Zurück blieb eine leichte Ataxie in der Hinterhand. Kurz vor ihrem 27. Geburtstag konnte sie vom Nachtlager nicht mehr aufstehen und wurde in den Pferdehimmel erlöst.

GJACOMO ist bis heute das beste Pferd, das ich je geritten habe - und das weniger, weil er überragende Bewegungen hätte, sondern weil er mir seine ganze Kraft und Geschicklichkeit zur Verfügung gestellt hat. In seiner Ausbildung, die ich ganz allein fast ohne Trainer vornahm, gab es kaum einen Tag, an dem mir das Reiten keinen Spaß gemacht hätte.



Zwischen uns war und ist die Chemie einfach greifbar. Wenn man ihn in der Box stehen sieht, oder er an der Longe teilnahmslos herumläuft, ist nicht zu erahnen wie er sich präsentiert, wenn er unter dem Sattel gefordert wird. Mit ihm habe ich zahlreiche Siege in MB-Dressuren (M*) errungen, sehr gute Platzierungen in MA (M**) bis zum zweiten Platz und eine S-Platzierung erreicht. Der Clown ist heute 20 Jahre alt und hat so seine kleinen Wehwehchen - ist aber immer noch schön zu reiten.

ESQUIBO ist leider etwas aus der Art geschlagen - dass Ehrentusch so große Fohlen macht hätte mir ja auch mal jemand vorher sagen können...



Zu seiner schlaksigen Größe (1,75 m) kommt noch eine große Guckigkeit, was dazu führte, dass ich in zahllosen Prüfungen die Hand heben musste. Er ist von der Bewegungsqualität ein supergutes Pferd, aber eben nicht sehr leicht zu handhaben für jemanden mit meiner Statur. Damit will ich nicht sagen, dass er unrittig ist - im Gegenteil. Eigentlich ist er so schön leicht zu reiten wie Gjacomo. Nur steht im seine Größe und seine Ängstlichkeit oft im Weg. In diesem Jahr hatte ich ihn - ebenfalls ohne Trainer - endlich so weit, auch M-Dressur reiten zu können und wir haben gleich beim ersten Start den zweiten Platz belegt. Soweit so gut!

Nun aber zu dem Pferdchen, um das es hier eigentlich gehen soll: QUINTINAH.



Ich habe mich in sie als halbjähriges Fohlen in Münster verliebt und habe sie dann auch als Nachwuchspferd gekauft. Sie könnte von ihrem Aussehen her genausogut auch Melissas Tochter sein - vielleicht hat sie mir deshalb so gut gefallen. Bei ihr kam ich an die Grenzen meiner Möglichkeiten, weil ihr Temperament für mich kaum zu zügeln war. Ich werde nun ja auch nicht jünger, und so eine wilde Hummel hätte es da nun auch nicht mehr sein müssen. Jetzt, im Alter von 5 1/2 Jahren, habe ich sie aber langsam so weit, dass ich sie kontrollieren kann  - und nun zeigt sie ihre Qualität. Ich denke, sie kann eine würdige Nachfolgerin von Gjacomo werden.

Wie gesagt, die ersten Schritte der Ausbildung, als sie zweijährig zu mir nach Wuppertal kam bis heute, sind im ersten Blogteil hinterlegt, der unter dem o.g. Link heruntergeladen werden kann.
Weiter geht es dann hier in loser Reihenfolge...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen