Sonntag, 1. Dezember 2013

Zeitumstellung

Der Hexenschuss war noch  nicht ganz weg, da hat mich eine Erkältung ereilt. Die Variante, die sich auf die Stimme legt. Bin natürlich trotzdem arbeiten gegangen - und habe sicher noch ein paar Kollegen angesteckt. Dem Rücken ging es aber dann erstaunlich schnell besser, und ich konnte wenigstens wieder reiten. Nach der Zeitumstellung ist  abends jetzt ja immer Reithalle angesagt. Nur am Wochenende kommt man mal raus. Ich werde versuchen, das möglichst immer zu nutzen, egal ob es regnet oder nicht.

Der alte Gjacomo kann mit seinem Loch im Huf nun doch schon wieder halbwegs regelmäßig geritten werden. Man merkt deutlich, dass ihm die Gymnastik gut tut. Ich ließ nach gerade 5 Wochen die Eisen umlegen, weil die Zehen schon so lang geworden waren, und er in der Halle öfters stolperte. Danach ging es besser und das leichte Arbeiten lockert seine Sehnen, Bänder und Muskeln eindeutig .Mit jedem Mal wird er wieder besser, so dass auch Tanja wieder ihren Spaß auf ihm hatte.

Ausbildungstechnisch begann Quintinah mal wieder auf dem Gebiß herumzunörgeln. In der Situation die Kandare drauf zu tun war vielleicht nicht die beste Idee, aber am Tag danach lief sie auf der Trense ganz prima - also hatte es doch einen positiven Effekt.

Ich ließ mich an einem Abend aber dazu verleiten, im Galopp im leichten Sitz beim wechseln durch die Bahn einen fliegenden Wechsel zu versuchen, der auch ganz gut gelang. Die Konsequenz war aber, dass Quintinah den Rechts-Außengalopp, der ihr sowieso schwerer fällt, dann gar nicht mehr durch die Ecke zu galoppieren war. Ich musste mir also etwas einfallen lassen. Klar, jedesmal neu außen angaloppieren, war die erste Idee, klappte aber erst  nach mehrmaligen Versuchen. Als ich sie dann wieder im Außengalopp hatte, parierte ich vor der ersten Ecke der kurzen Seite durch, um das Umspringen zu verhindern. Es gelang mir dann eine Runde später, wenigstens durch diese erste Ecke hindurch zu kommen, dann parierte ich durch und ließ es gut sein. Bin gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt.

Heute war ich jedenfalls mal erst im Busch - in die Dämmerung hinein war sie direkt sehr aufgeregt. Es blieb mir nichts anderes übrig, als den Weg an der Wupper mal wieder zu Fuß zurückzulegen. Nur gut, dass sie beim Aufsteigen, egal wie aufgeregt sie ist, immer steht wie eingemauert! Der Galopp den Berg hinauf war äußerst munter - aber sie bleibt dabei regulierbar. Oben bekommt sie dann zwar kaum noch Luft, aber Hauptsache rennen....  Am Stall angekommen musste ich sie erst mal noch ein Stück führen, damit sie wieder zu Atem kam. Ab Morgen dann erst mal wieder Halle...

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