Sonntag, 28. August 2016

Sommerzeit

Der Juli war wegen unseres Urlaubs ja eher ereignislos. Letzte Turniere, die vorher gewesen wären, hatte ich aus verschiedenen Gründen fallen lassen. Dana und Steffi haben sich super um die Familie gekümmert, alles ging gut, und so kam ich ganz entspannt wieder nach Hause.
Die angekündigten Turniere im Herbst konnte ich entweder nicht bestreiten, weil kein Startplatz zu bekommen war, oder weil ich einfach keine Lust hatte. Und schon gar nicht, dann ohne jedes Turnier-Training auf die Kreismeisterschaft hinzuarbeiten. Also habe ich die Saison 2016 abgehakt und überlege ernsthaft, ob es in 2017 überhaupt noch Sinn macht, sich den Stress über mehrere Tage anzutun.

Irgendwie hat dieser Gedanke mich wieder frei gemacht. Und auch das Reitgefühl auf den beiden Jungs, die ich mit einer ganz anderen Konsequenz arbeite, als Quintinah, wurde mir deutlicher und ich versuche das jetzt auch auf ihr umzusetzen. D.h. ich stelle sie am Anfang der Stunde im Schritt schon enger ein, lasse gar nicht erst ein herumgucken zu, reite das Leichttraben sehr akzentuiert und bestimme durch aufstehen und hinsetzen den Takt (komischerweise ist dann sofort auch das sonst schon mal langsame Hinterbein weg), reite viele Tempo-Übergänge, auch Trab-Schritt, im Galopp frisch vorwärts, auch mit Tempo-Übergängen und Galopp-Trab-Galopp. Dabei achte ich jetzt an den neuralgischen Stellen darauf, dass ich sie immer nach innen stelle und ein eventuelles Ausbrechen schon vor dem Entstehen mit innerem Schenkel und Knie verhindere. Es scheint, als ob Quintinah ganz froh ist, dass ich jetzt bestimme und ihr das Aufpassen abnehme.

Dann kommt nun Ende August der Sommer zurück - mit Macht und über 30°C. Das heißt für mich - Reiten fällt aus. Die Pferde sind nachmittags trotzdem noch draußen, es geht ein Wind und Schatten hätten sie ja auch - aber sie stehen immer in der prallen Sonne wenn ich sie reinholen komme, also kann es so schlimm nicht sein. Also mal ein paar Tage nicht reiten. Ab und zu mal einen Longieren oder mit der ganzen Familie und Dana ausreiten, so wie heute. Schön, so ein paar Sommertage.

Mittendrin ein schönes halbstündiges Gelassenheitstraining mit Flatterband, Plane, Regenschirmen, Bällen, Tüten mit Geräusch und vieles mehr. Eine Flatterbanddurchquerung haben wir mit einiger Mühe ja noch hin bekommen, nachdem Quintinah mit dem Kopf mal erst vorgetestet hat...
...  aber über die Plane habe ich sie nicht bekommen. Also weiß ich, was sich noch üben läßt.
Esquibo ist mit Steffi gleich beim ersten Anlauf durch das Flatterband gegangen...
... und Gjaco sowieso. Er hat eher den pinken Regenschirm ins Auge gefasst.
Beide Jungs sind übrigens auch über die Plane gegangen und haben auch sonst alles sofort gemeistert.

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