Donnerstag, 10. Oktober 2013

Frust und Freude

Wie nah Frust und Freude oft beieinander liegen, konnte ich gestern Nachmittag wieder einmal feststellen:

Wegen des schlechten Wetters musste ich das Reiten  in die Halle verlegen, wo zu der Zeit noch Reitunterricht stattfand. Da die Jugendlichen die Schulpferde nicht wirklich unter Kontrolle haben, ist das immer sehr anstrengend und so konnte zunächst mit ungefähr 10 anderen Pferden in der Halle kein Spaß am Reiten aufkommen.

Quintinah war wieder sehr zappelig und unruhig, konnte beim Halten kaum länger als 1-2 Sekunden still stehen. Da hat das Üben von Rückwärtsrichten leider dazu geführt, dass sie meint, sie müsste bei jedem Halten rückwärts gehen. Da sowieso bei dem Gewühl nichts anderes zu reiten war, nahm ich mir die Zeit und übte das Halten ein paarmal, ließ sie stehen, bis sie endlich so lange ruhig stand, wie ich es wollte, und ritt auch nur im Schritt wieder an. Die Wiederholungen zeigten dann Wirkung. Und auf einmal war sie dann auch im Trab gelassen.

Als sich die Halle nun noch zunehmend leerte, haben mich die letzten 10 Minuten für alles vorherige voll entschädigt. Quintinah galoppierte im Außengalopp an, ließ sich sogar in der viel engeren Halle vernünftig im Außengalopp um die kurze Seite reiten, parierte sehr gut zum Schritt durch, ging ein taktmäßiges Schulterherein, ließ sich an den langen Seiten ins Travers drücken und dann auch an der Diagonalen ein Travers reiten. Zulegen und einfangen im Trab fühlte sich perfekt an und so konnte ich dieses Training doch noch äußerst positiv gestimmt beenden.

Mal sehen, ob wir heute in den Busch kommen... Unser letzter Versuch am Sonntag endete damit, dass wegen sonntagnachmittäglicher Garten- und sonstiger Arbeiten - wie das Flexen in einer geschlossenen Garage! - unser Ritt vorzeitig wegen zu vieler Schreckelemente abgebrochen werden musste. Sonntagnachmittags sollte man wohl besser nur bei Regen ausreiten...

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