Nach fast zwei Jahren Pause hatte ich mich für Mitte Mai mit meiner früheren langjährigen Reitlehrerin Renate verabredet, der ich so viel zu verdanken habe. Ich wollte ihr unbedingt als erstes Quintinah vorstellen, die sie bisher noch nie hatte laufen sehen.
In der Unterrichtsstunde konnte ich die Tipps von Renate noch ganz gut umsetzen, aber als ich dann in der darauf folgenden Woche versuchte, das alleine nachzureiten, bin ich ein wenig verzweifelt. War ich doch froh gewesen, dass ich Quintinah im Galopp endlich ein wenig mehr zurück bekommen hatte, und nun sollte ich sie viel mehr nach vorne reiten, um den Durchsprung zu fördern. Schön und gut, aber dann hatte ich sie wieder da, wo ich sie nicht mehr hin haben wollte - sie rannte und ließ sich nicht mehr aufnehmen. Noch dazu musste ich sie ein paar Tage mit dem Metallgebiß reiten bzw. dann mit einem neuen Kunststoffgebiss, das wesentlich dicker war als das alte, so dass dies noch zusätzlich erschwerend hinzu kam.
Am Sonntag drauf, vor der Reitstunde mit Esquibo, sprach ich mit Renate über meine Probleme. Klar, ich hätte einfach was sagen sollen, wenn ich die Tipps so nicht umsetzen konnte. Die Schwierigkeiten hatten sich aber erst danach, außerhalb der Reitstunde gezeigt. Wir einigten uns darauf, dass man dann bei Quintinah über die Ruhe erst allmählich die Energie steigern durfte, um dann auch zu dem Ergebnis mit dem fleißigeren Durchsprung zu kommen.
Am Montag habe ich dann noch einen Schritt zurück gemacht: einmal wieder ohne Sporen reiten, zur Unterstützung lieber die lange Gerte. Quintinah war - im Gegensatz zu den beiden Reitversuchen am Freitag und Samstag zuvor - sehr ruhig und friedlich und machte prima mit. Sie sprang nicht weg, war kooperationsbereit und alles klappte sehr gut.
Also durfte Tanja am Tag drauf mal wieder den Fremdreitertest machen ;-)

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