Der längste Tag des Jahres...
Da die Trensen-L erst am späten Nachmittag angesetzt war (geteilt nach Ranglistenpunkten und ich in der schwereren zweiten Gruppe), habe ich mich umentschieden, kurzfristig noch die Dressurpferde-A nachgenannt, die vor der Dressurpferde-L am Vormittag stattfinden sollte. Ich konnte erreichen, dass ich nicht am Anfang starten musste, damit sich die Wartezeit zur zweiten Prüfung in Grenzen hielt.
Quintinah ging nicht besonders gut in den Hänger, aber nach weniger als 5 Minuten war sie drin. Natürlich war sie wieder sehr aufgeregt, liess sich dann aber in der Abreitehalle immer besser, sprich ruhiger reiten. Dann in die Halle - die ganze Bande in weißes Tuch mit rotem Querstreifen gehüllt - mit Faltenwurf - na super.
Ich kam kaum auf den Hufschlag, und das zog sich auch durch die Prüfung. Erst zum Ende hin konnte ich halbwegs außen herum reiten. Der Schritt und sogar Zügel aus der Hand kauen lassen war aber super. Ich habe auf die Note verzichtet. Der Richter meinte, wenn ich nicht verzichtet hätte, hätte er mich zu sich gerufen, denn eine niedrige Note hätte das Pferd nicht verdient. Er meinte, sie sei ein "sehr qualitätsvolles Pferd". Wie nett.
Wir hatten dann ein wenig Zeit zu überbrücken. Tatsächlich pinkelte Quintinah hinter dem Hänger auf die Wiese - das fand ich toll, weil es wichtig ist, dass die Pferde sich überall erleichtern und es nicht einhalten.
Sie wurde aber immer ungeduldiger, also habe ich sie baldmöglichst wieder gesattelt. Beim Abreiten habe ich mir immer wieder vorgestellt, ich säße auf Gjacomo - und so sah es von oben auch aus - und fühlte sich in guten Momenten sogar so an. Sie ging wirklich schön. In der Halle war sie ruhiger als zuvor, aber immer noch sehr verspannt. Zu sehr, um eine gelungene Prüfung zu zeigen. Ich fragte die Richter, ob ich verzichten soll, aber wir bekamen noch eine 6,6 und waren damit drittletzte von 12 Startern. Egal.
In den Hänger haben wir sie dann zu zweit nur mit Kette durchs Maul bekommen, sonst zog sie immer wieder weg. Gut, dass Thomas dabei so ruhig ist und keinen Streß macht. Zu Hause stieg sie vollkommen verschwitzt aus dem Hänger und hatte es nach Abspritzen und Mähne ausflechten eilig zu ihrer Familie zu kommen. Esquibo hat sie schon sehnsüchtig erwartet und kam golden den Berg runter galoppiert - echt süß...
Also, wir müssen mehr üben - in der Halle mit allen möglichen Objekten, da muss ich jetzt mal durch - und wir müssen öfter starten , um Routine zu entwickeln. Wenn ich das hinbekomme habe ich ein super Pferdchen!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen