Direkt nach der Erfahrung auf dem Turnier suchte ich mein fast weißes altes Bettlaken heraus, das ich sonst im Winter immer zum abkühlen auf meine Pferde lege, und hing es auf dem Platz über die Bande und in den nächsten Tagen und Wochen in die Tannen, auf einen Sprung, in der Halle über die Tür und an die Stangenhalterungen, usw.
Natürlich machte Quintinah erst mal wieder große Augen und ging noch nicht beim ersten Vorbeireiten gelassen daran vorbei. Also bleiben wir erst einmal ruhig daneben stehen.
Dann wird mit jeder Runde, jedem Vorbei- und Draufzureiten besser, bis sie schließlich am Schluß zwar noch das äußere Ohr vorsichtig auf da Laken ausrichtet - sieht total süß aus von oben - aber vertrauensvoll vorbei trabt oder galoppiert.
Erschwerte Bedingungen sind natürlich, wenn der Wind auf dem Platz in das Laken fährt und es nach innen oder nach außen weht. Aber auch da muss sie durch und es geht. Wichtig ist, dass ich als Reiter gar nicht groß auf Ihre Angst eingehe.
Am Schluß kann ich sogar vom Pferd aus das Laken zusammenraffen und zu mir herüberziehen, um es dann über dem Sattel liegend mit zurück zum Stall zu nehmen.
Das werde ich jetzt noch eine Weile durchziehen, vielleicht noch mit wechselnden Schreckgespenstern.
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