Montag, 25. August 2014

Turnier in Remscheid, Buscher Hof

Zwei Wochen nach unserem Start in Velbert-Neviges hatte ich in Remscheid Dressurpferde-A und -L sowie eine für LK 3 offene A-Dressur genannt. Die beiden Dressurpferde-Prüfungen waren für Freitag angesetzt und Tanja hatte eigentlich zugesagt mitzukommen.
Da die Prüfungen aber schon mittags begannen, konnte sie es dann doch zeitlich nicht einrichten, so dass Thomas wieder mitkommen musste.

Quintinah war mit Longe recht zügig auf den Hänger gegangen und wir waren nach ca. 30 Minuten Fahrt kaum am Hängerparkplatz angekommen, da konnten wir schon die ersten Fotos von einem Bussard machen, der im Wind über dem Stoppelfeld schwebte.
 Die Reitpferdeprüfung verzögerte sich etwas, so dass die Dressurpferde-A eine halbe Stunde später begann. Ich war in der 3. Abteilung und die Reiterin, die mit mir dran war, wollte gerne nach vorne gehen. Als es so weit war, wollte die Vorleserin uns in Startreihenfolge reiten lassen, aber eine Nachfrage bei den Richtern ergab, dass wir auch tauschen konnten - Glück gehabt.
Die Vorreiterin kam zwar mit ihrem schwarzen Wallach nicht so gut außen herum geritten, aber Quintinah ließ sich davon nicht stören und reagierte fast gar nicht auf die Umgebung. Nur bei den Richtern war sie etwas guckig. Insgesamt lief sie sehr brav und ich konnte mich drauf konzentrieren, sie so gut wie möglich vorzustellen.









 Als ich die  Note von 7,4 hörte freute ich mich sehr, denn das höchste war bis dahin eine 7,7 von einem Palominohengst. Die folgenden 4 Abteilungen verfolgte ich gespannt. Es gab noch eine 8,0 - und dann waren wir Dritte!! Ja!!!!

Die Siegerehrung nahm Quintinah vollkommen gelassen hin. Sie stand ruhig, bis sie dran war, ließ sich die Schleife anstecken, reagierte da beim Galopp gar nicht drauf und ging ruhig hinter den anderen her.




 Unmittelbar im Anschluß begann die Dressurpferde-L - mit genau 5 (in Worten fünf!!) Startern. Aber, das kann ja nun mal nicht mein Problem sein. Ich ritt noch ein bißchen L-Lektionen ab, dann musste ich als drittes Pferd rein. Wieder hatte ich nur bei den Richtern etwas Probleme, dann begann neben der Halle noch jemand zu hämmern und ein PFerd klapperte vorbei - aber sie blieb regulierbar. Natürlich wurde sie im Rücken etwas fest, ging keinen gelassenen Schritt - was die Note (Original-Ton der Richterin) "deutlich minderte". 5,9 haben sie mir nur gegeben.











Ich wollte Quintinah schon zum Hänger bringen, als mir der Gedanke kam, dass von den 5 Reitern nach den Regeln ja 4 platziert werden mussten - es musste also nur einer verzichten oder noch weniger bekommen, dann war ich noch platziert! Ralph Hock kam mir entgegen und als ich ihn fragte wie es war, meinte er, er hätte verzichtet - ich musste ziemlich breit grinsen - so ein Glück hat man nur einmal!!




Also, gleich noch die nächste Schleife als 4. abgeholt. War mir zwar ein bißchen peinlich - aber was solls!!? Die Siegerehrenrunde war noch disziplinierter als zuvor - da hat Quintinah gar kein Problem mit. Super!

Im Anschluß sind Thomas und ich mit ihr runter zum Springplatz gegangen, um dort etwas zu essen. Die Süße stand ganz brav da und schaute sich ein S-Springen an, während wir einen Happen zu uns nahmen.

Oben am Hänger hat sie dann beschlossen, dass sie gerne dort bleiben wollte. Während ich mir die Sporen abmachte, zog sie so lange am Strick, bis der Haken brach und sie frei über das Stoppelfehle GEHEN konnte. Zügigen Schrittes. Ich hinterher, bis ich sie dann bei anderen Pferden wieder einfangen konnte. Dann konnte ich sie kaum dazu bringen, sich der Hängerklappe so weit zu näher, dass Thomas mit der Longe hinter ihr her gehen konnte. Sie hatte schon gelernt, dass die Longe bedeutet, dass sie auf jeden Fall in den Hänger muss, denn als die Longe dann endlich hinter ihr her gelegt werden konnte, ging sie fast schnurstracks mit mir hinein. So lob ich mir das.

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