Als wir auf dem Parkplatz ankamen und die Hängertür aufmachten, triefte Quintinah bereits vor Schweiß. Er tropfte ihr am Bauch hinunter ins Stroh, so aufgeregt war sie. Klar, die Temperatur trug auch ihren Teil dazu bei, aber es war wohl mehr die innere Wärme.
In der Abreithalle war sie gut bei mir, erschreckte sich aber ein wenig vor Bandentüren und den schwarzen Kübeln, in denen die Pferdeäpfel gesammelt wurden. Die Dressurpferde-A sollte zu zweit geritten werden. Endlich mal! Ich suchte mir die Reiterin, mit der ich zusammen reiten sollte und sprach sie an. Sie wollte aber auch lieber hinten reiten. Meine Startnummer war niedriger, also würde ich ggf. vorne reiten MÜSSEN, aber ich wies sie mehrfach darauf hin, dass sie mit mir vorne keinen Spaß haben würde.
Das bestätigte sich auch, als wir auf den Prüfungsplatz kamen und Quintinah sich vor den vielen Blumenkübeln graulte. Ich ritt dann einfach erst mal hinter der anderen Reiterin her, so beruhigte sich Quintinah schnell.
Als die Aufforderung zum Abteilung bilden kam, sagte ich nichts. Von außen riefen die Eltern (?) der anderen Reiterin zu, sie solle dann doch nach vorne gehen. Na also, warum nicht gleich so!?
Die Prüfung lief dann problemlos muss ich sagen. Quintinah stand jedesmal gut, sie rannte nicht hinterher, blieb schön bei mir, bockte nicht, legte gut zu, war handelbar - richtig gut. Wenn man das Video betrachtet könnte man bemängeln, dass sie ein wenig mehr Aufrichtung zeigen könnte - aber immerhin war das eine A-Dressur und keine L. Was immer besonders gut ist, ist das Zügel aus der Hand kauen lassen - das zeigt Quintinah schöner als manch anderer.
Edit: Das Video hierzu findet sich hier: http://youtu.be/76ttwvl0Hy8
Dann hatten wir ca. 2 Stunden Pause. Quintinah durfte nach unserem Fototermin am Heunetz knabbern und tat das auch ausführlich. Die Geräusche, die das Pferd auf dem Hänger nebenan beim Scharren machte (Eisen auf Gummi) versetzten sie zeitweilig ein wenig in Panik, aber auch daran gewöhnte sie sich. Dann begann es zu regnen. Ich ging schon mal in die Halle (wo es wieder ausnehmend stickig war).
Als wir auf das Prüfungsviereck kamen, war Quintinah wirklich brav, ging überall vorbei.Weil es regnete, hatte Thomas jetzt weder die Kamera noch den Fotoapparat dabei. Die Trabtour war richtig schön, nur nach dem zweiten Mitteltrab stockte sie etwas bei der Rückführung. Dann kam die Galopptour mit wirklich schwieriger Lektionenfolge: nur versammelter Galopp, dann Mittelzirkel und draus halbe Volte links, einfacher Galoppwechsel, halbe Volte rechts. Wie schon im Training ab und zu galoppierte sie falsch an. Die Korrektur dauerte etwas zu lange und klappte auch erst nicht. Dann fiel sie mir beim Wechsel durch die halbe Bahn aus, aber ich bekam sie sogar nach außen wieder angaloppiert - glaube ich ;-) Leider war es beim nächsten Wechsel durch die halbe Bahn das gleiche und ich habe dann auf die Note verzichtet. Der Richter meinte noch mich belehren zu müssen, dass man entweder grüßt ODER verzichtet - ich hatte beides getan - und dass man beim Grüßen eine Hand vom Zügel lösen müsse - ich war mir vollkommen sicher, dass ich das getan hatte, ließ ihm aber seine Meinung - hat je eh keinen Zweck zu diskutieren.
Das Verladen ging mit Longe relativ zeitnah und zu Hause wurde sie dann mal erst abgeduscht.
Insgesamt war es eine Erfahrung, die hoffen läßt.
Zur Prüfung mit Esquibo am nächsten Tag schreibe ich noch gesondert.


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