Tja, manchmal kann man noch so viel planen, trainieren, sich mental vorbereiten - es nützt alles nichts, wenn man wegen Erkrankung, entweder des Reiters oder des Pferdes, nicht zum Turnier fahren kann.
Schon seit einer Woche hat Quintinah beim Reiten immer mal gehustet. Ich habe mir nicht allzuviel Sorgen darum gemacht, denn ansonsten war sie fit, hat immer nur einmal gehustet und dann war es wieder gut. Ich dachte, sie hätte sich verschluckt, denn immerhin bekommt sie vorher schon Leckerlies und ein Stück Apfel und schäumt auch immer sehr beim Kauen.
Aber heute muss sie wohl schon mehrfach gehustet haben, als Petra sie zur Wiese brachte. Dann habe ich sie im Stall husten hören und das geplante Longieren als Lockerungsübung vor dem Turnier artete in Krankengymnastik aus, denn nach jedem Antraben hustete sie mehrfach heftig, nach einer Galoppreprise wurde es noch deutlich schlimmer.
Fiebermessen ergab 38,6 °C, also nichts weltbewegendes. Fressen tut sie auch, zumindest das Kraftfutter. Ansonsten steht sie ein wenig schlapp in der Ecke herum. Nach dem Feiertag kommt am Freitag Nachmittag der Tierarzt zum Abhorchen. Ich bin gespannt. Wenn es was schlimmeres ist, wird wohl auch die Teilnahme an der Kreismeisterschaft in einer Woche ins Wasser fallen.
Ich bin jetzt doch ziemlich enttäuscht, dass ich morgen nicht fahren kann, auch wenn es aufgrund der Umstände (ich wollte zum ersten Mal alleine fahren) sicherlich ziemlich aufregend geworden wäre.
Aber es macht ja keinen Sinn, mit einem hustenden Pferd den ganzen Aufwand zu treiben, nur, um dann auf dem Abreiteplatz oder sogar in der Prüfung wegen des Hustens aufgeben zu müssen. Und da Quintinah auf dem Hänger immer so schwitzt, wäre sie dann wohl erst richtig krank. Vielleicht hat sie sich das auch so eingefangen, obwohl sie auf der Fahrt von und nach Wülfrath zuletzt nicht so stark geschwitzt hatte.
Nun, so werden wir wohl den gewonnenen freien Tag für einen Ausflug nutzen...
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