Ich bin da ja jetzt noch die Erläuterung schuldig, wie ich das Thema fliegende Galoppwechsel zurzeit mit Quintinah erarbeite.
Es gibt da nicht den Königsweg. Und wenn ich schon dachte, ich hätte da die richtige Methode gefunden, zeigt sich ein paar Tage später, dass dem nicht so ist und man wieder etwas neues probieren muss.
Begonnen hatte ich mit einer Kombination aus zwei Vorgehensweisen. Einmal mit der, die ich im Lehrgang bei Peter Assmann für Esquibo gelernt hatte, nämlich den Wechsel auf dem Zirkel nach außen springen zu lassen (nachdem das Pferd in Renversstellung gebracht und über kurze einfache Galoppwechsel vorbereitet wurde).
Ergänzend dazu hatte ich den Tipp von Kyra Kyrklund aus dem Buch "Schritt für Schritt zur Perfektion" hinzugenommen, den äußeren Schenkel durch antippen mit der Gerte zu unterstützen, was beim ersten Mal fantastisch funktionierte - was mich ganz euphorisch werden ließ.
Aber bei weiteren Versuchen ein paar Tage später reagierte Quintinah nur mit wildem Wegrennen und bockte sogar heftig, ohne dass das Umspringen klappte. Vielleicht hatte ich die Gerte aber auch nur zu heftig eingesetzt. Das Problem ist eigentlich immer, dass das Pferd die Hilfe nicht im ersten Versuch umsetzt, sondern oft erst ein paar Galoppsprünge später dann irgendwie wechselt (womit man anfangs ja noch zufrieden ist).
Es gab im Folgenden Tage, an denen ich Quintinah im leichten Sitz locker die Hand wechseln ließ, wobei sie dann nach ein paar Sprüngen auf der neuen Hand im richtigen Galopp war und Tage, an denen sie bei jedem Wechselversuch so heftig wurde, dass ich die Übung abbrechen mußte.
Es wird sich sicher noch über den Winter hinziehen, bis die fliegenden Wechsel auch nur ansatzweise auf die Hilfe klappen - üben wir uns also in Geduld...
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