Dienstag, 7. Juni 2016

Turnier 4.6.2016 in Wülfrath

Am Dienstag nach dem Turnier in Burscheid bekam ich die Rückmeldung von der TK. Die hat mich emotional mal erst etwas umgehauen, dann habe ich das sachlich analysiert und versuche die Erkenntnisse daraus umzusetzen. Es geht kurz gesagt vor allem darum, dass Quintinah und ich wieder eine Basis des Vertrauens zueinander finden müssen.
Ich weiß ja auch, dass ihr Turniere eher Streß bereiten und ich kann sie nur bitten, das für mich noch einmal zu versuchen, wenn es mir so wichtig ist und ihr zu erklären, warum es mir wichtig ist. Dass ich gerne von mir selbst ausgebildete Pferde vorstelle um zu zeigen, was wir miteinander erreicht haben.
Mit einigen Dingen kann ich ihr entgegenkommen, andere muss sie eben auch akzeptieren, z.B., dass ich ja nun mal drei Pferde habe und ich nicht eines davon bevorzugen kann - und wenn, dass sich dann Gjacomo dies verdient hat.
Montag und Dienstag habe ich sie geritten, Mittwoch eine sehr schöne Cavalettistunde gehabt (das macht ihr ja auch viel Spaß). Am Donnerstag, 2.6., hat mein Yoga-Kurs angefangen. Daraus erhoffe ich mir mehr Gelassenheit und Techniken zur Entspannung. Die Familie ging nachmittags noch eine Stunde auf die Waldwiese, Freitag auch, und im Anschluß ritt ich mit Esquibo und Quintinah als Handpferd die Wurzelwegrunde (inkl. Galopp).
Die Zöpfe habe ich am Freitag wenigstens schon mal runtergeflochten, um sie am nächsten Morgen dann nur noch einklappen zu müssen. Ich war am Samstag morgen alleine am Stall und rief noch mal auf dem Turnier an, ob sich an der Starterliste noch viel geändert habe. Es waren wohl  noch zwei ausgefallen und ich somit 20. Pferd. OK, bin ich also was früher losgefahren.
Thomas nahm mich in Empfang und meinte, ich hätte nur noch wenige PFerde vor mir - na prima. Und das, wo ich doch viel länger abreiten wollte. Als ich auf den Abreiteplatz kam waren gerade noch 4 vor mir - ganz toll. Ich konnte die aufgeregte Quintinah nur noch lösen und ganz am Schluß ein wenig aufnehmen, dann musste ich schon auf den Vorplatz, die abgetrennten 20 Meter vom 20x60 Viereck. Das war natürlich super, so konnte sie sich alles schon anschauen. Sie machte keinerlei Anstalten. Die Buchsbäumchen oder sonst etwas störten sie nicht wirklich.
Nach einer Schrittrunde ging es los. Einreiten fast geschlossen und halbwegs durchs Genick.
 Arbeitstrab flüssig...
 ... halbe Volten ok - im Protokoll stand was von "Genick" aber was sie damit meinten ist mir schleierhaft. Die Haltung ist jedenfalls auf dem Foto vorbildlich.
 Mitteltrab durch die Bahn "erreicht", ein wenig verhalten.
 Halten und Rückwärtsrichten gelang für unsere Verhältnisse ausgesprochen gut ohne großes Herausheben, auch nicht eilig. Aber wohl zu viele Tritte (egal!!). Der Schritt war etwas zackelig - der großen inneren Aufregung geschuldet, die uns die ganze Zeit begleitete.
 Die Kehrvolten im Galopp waren leider leicht travers zurück zum Hufschlag und der AG dann nicht so gut durchgesprungen. Aber bei dem Pulverfass unter mir war ich nur froh, dass sie nicht umsprang.
In den letzen Mitteltrab zog sie los wie im Starken Trab, ich wußte sie kaum zu bremsen. Aufmarschieren ok - ich war begeistert, wie brav sie angesichts der Umstände gewesen war und lobte sie ausgiebig.
 Die 6,0 die wir bekamen war nicht Fisch und nicht Fleisch und reichte natürlich zu  nichts. War auch nicht zu erwarten unter diesen Vorzeichen.
 Noch ein wenig Gras gemampft, die paar  noch kommenden Pferde abgewartet, Protokoll geholt, verladen und nach Hause gefahren.
In Erbschlö konnte ich sie ganz alleine vom Hänger holen. Dann durfte sie noch raus zu den Jungs auf die Wiese und am Nachmittag habe ich alle noch auf die Waldwiese gebracht.

Schade, dass ich mich bei meiner Berechnung so vertan habe - wo die sonst doch immer so gut hin kommt. Lag wohl daran, dass durch das Vorziehen des nächsten Pferdes auf den Vorplatz des Vierecks keine Zeit verloren ging und somit diverse Minuten eingespart werden konnten - das hatte ich natürlich nicht eingeplant.

Schade deshalb, weil Quintinah sooo brav war, dass wir mit mehr Vorlaufzeit beim Abreiten sicher eine Chance auf eine Platzierung gehabt hätten, denn ab 6,5 wurde platziert.



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