Sonntag, 17. Oktober 2021

Das Ende des Blogs - oder nicht?

Dies sollte einmal der letzte Post dieses Blogs werden.
Warum? Hier der Text, der dafür vorbereitet war:

Das Scheitern meiner Beziehung zu Quintinah hat einen einzigen Grund: Ich kann es nicht verkraften, dass ich das Turnierreiten aufgeben musste. Quintinah wurde gekauft in der Absicht, ein Nachfolgepferd für Gjacomo zu haben, da Esquibo auf Turnier schwierig zu reiten war und mich an meine körperlichen Grenzen brachte. Sie sollte es mir ermöglichen,  noch einmal erfolgreich oben mitzumischen. (Anmerk.: Dass die tieferliegende Absicht - von Gjacomo - eine ganz andere war, dazu später mehr...).

Und dass sie dazu nicht bereit oder nicht in der Lage ist, kann ich ihr nicht wirklich verzeihen und werfe es ihr vor. Der Frust sitzt tief, so tief, dass ich die Ausbildung fast schon resigniert aufgegeben habe.Quintinah spürt genau, dass ich mit ihr nicht zufrieden bin und dass sie es mir  nicht recht machen kann, weswegen sie auch resigniert und umso weniger kooperativ ist. Es gibt nur eine Sache, die wir beide noch gerne miteinander tun, das ist die Cavaletti-Stunde mittwochs.

Ich versuche jetzt mit Hilfe verschiedener geistiger Ansätze, wie Tierkommunikation, Aufstellungen und Trust-Technique eine andere Basis zwischen uns herzustellen. (Anmerk.: Dieser Absatz wurde erst vor einigen Wochen eingefügt).

Aber der Stachel der nicht-Turnierteilnahme sitzt bei mir sehr tief und den muss ich erst mal ziehen, bevor wir beide wieder zueinander finden können.

Dieser Blog wurde ins Leben gerufen, weil ich guter Hoffnung war, dass ich hier erfolgreich die Ausbildung eines Pferdes zur Turnierreife und zu schönen Erfolgen würde schildern können. Das hat nun nicht geklappt und ist für mich blamabel genug, so dass ich das nicht weiter in einem Blog ausbreiten möchte. Also wird dieser hiermit eingestellt.

Schade eigentlich ...


Ja, das wäre so schön und einfach gewesen, sich hier in einem guten Licht als Ausbilder zu präsentieren und mit Erfolgen prahlen zu können!

Aber der Lebensinhalt eines Reiters beschränkt sich nicht - sollte sich nicht beschränken - auf erfolgreiche Turnierteilnahmen. Nein, der Erfolg sollte sein, dass man sein Pferd vernünftig ausbildet, Spaß daran hat und sich gemeinsam mit ihm an der Leichtigkeit erfreut, mit der man es dann reiten kann.

Zumal, der heutige Turniersport nur noch wenig damit zu tun hat, wie es zu Zeiten von Gjacomo noch war, wo man mit reell ausgebildeten, nicht strampelnden Pferden und korrektem Reiten noch etwas reißen konnte. Aber das nur am Rande - darum geht es hier nicht.

Meine Pferde bringen mir im Moment etwas ganz anderes bei: Dass weniger Druck und mehr Vertrauen zu mehr Harmonie und Freude führt! Auch ohne Turnierreiten!

2019: So vernünftig sich das auch anhört, falle ich doch immer wieder zurück in das Muster aus Frustration und Wut, dass ich eben nicht wie die anderen schön erfolgreich an Turnieren teilnehmen kann.  Ich frage mich, ob ich das jemals ablegen kann.

2021: Und selbst diese Möglichkeit, dass ich einfach nur reite, ist mir nun genommen, wo Quintinah einen Reheschub hatte und von nun an ganz anderer Aufmerksamkeit bedarf.







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen