Dienstag, 15. März 2016

Wut im Bauch



Nichts in der Welt geschieht umsonst, oder? Alles ist irgendwie miteinander verzahnt und verknüpft. Der Mensch lernt aus seinen Fehlern (hoffentlich!?) und geht die Sache im zweiten Versuch dann anders an. Nicht immer ist das dann von Erfolg gekrönt, dann muss eben ein dritter Weg und ein vierter und zur Not auch  noch ein fünfter und sechster gesucht werden.
Bei der Zusammenarbeit mit einem Lebewesen, wie es beim Reiten nun mal so ist, wird das besonders häufig so sein.
An einem Tag steigt man total gefrustet und wütend vom Pferd, weil nichts so geklappt hat, wie man es wollte, am nächsten Tag bringt man die Energie, die aus dieser Wut gewachsen ist, mit auf das Pferd und ist auf einmal in der Lage, ohne Streit und Kampf den unbedingten Willen auf das Pferd zu übertragen und wieder die Konsequenz aufzubringen, die nun mal erforderlich ist, wenn man ein Pferd erfolgreich ausbilden will.
Konsequenz, die schon die nicht-Reaktion auf die Hilfe zum Antraben nicht einmal, nicht zweimal, sondern so oft neu einfordert, bis tatsächlich auf die erste leichte Hilfe wieder die erwünschte Reaktion erfolgt.
Dies an einem nun doch endlich mal stark verkürzten Zügel, der keine Diskussionen aufkommen ließ, und schon klappt auch ein Rückwärtsrichten ohne Geziehe, ohne Nörgeln und prompt. Und auf einmal kann man auch eine Dressuraufgabe auf den Punkt genau durchreiten. Ich hoffe, ich kann diese Energie bis und auch auf dem kommenden Turnier konservieren und weiter nutzbringend einsetzen!

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