Dienstag, 4. August 2015

Der Umzug

Schön, wenn alles anders läuft, als man es so sorgfältig geplant hatte.
Mit dem Ausritt am Samstag morgen klappte ja noch alles. Wir hatten eine schöne Runde zu dritt und haben noch ein paar Fotos gemacht:

Zu  Mittag sind wir alle noch mal nach Hause gefahren, und auf der Heimfahrt ging es mir durch den Kopf, dass bei der von mir geplanten Transport-Reihenfolge, Quintinah ganz alleine im Stalltrakt zurückbleiben würde, weil die anderen Pferde entweder schon nicht mehr da oder auf der Wiese sein würden. Daraufhin habe ich die Reihenfolge umgestellt und wir haben Quintinah zuerst transportiert. Dana blieb in Sudberg am Stall und Steffi half mir in Erbschloe.
Esquibo weigerte sich 2-3 Minuten in den Hänger zu steigen, aber dann war er auch drin und schon war das zweite Pferd transportiert.
Gjacomo war als letzter in Sudberg die Ruhe selbst, die Mädels standen oben am Putzplatz und er hatte sie von seinem Fenster aus im Blick. Der Souverän halt. Nach ganz kurzem Zögern stieg er in den Hänger und dann war die Familie komplett. Es gab natürlich ganz großes Geschrei in der Stallgasse und Quintinah konnte in der Box kaum Ruhe finden. Dummerweise konnte sie die anderen ja auch nicht sehen, da eine Seite ihrer Box eine Mauer ist. Also schrie sie umso verzweifelter. Die Boxtür durfte man gar nicht aufmachen, dann wollte sie hinausstürmen.
So beschlossen wir, die Pferde an diesem Nachmittag nicht mehr rauszustellen - was im Nachhinein ein Fehler war. Herr Nebendorf meinte, wir könnten am Sonntag ab Mittag, 13.00 Uhr auf die Wiese, also haben wir uns darauf vertröstet.

Am Sonntag morgen habe ich mal erst aus Sudberg  noch eine Fuhre Futter und meine Holzkiste mit dem Hänger geholt. Als wir uns dann alle kurz nach 10 Uhr im Stall trafen, war es erst einmal sehr aufregend. Wir haben alle Pferde auf der Stallgasse angebunden, alle waren sehr unruhig, schrien immer wieder und waren sehr nervös, genau wie wir (oder umgekehrt ;-)

In der Halle sind wir erst mal alle ein paar Runden zu Fuß gegangen, ich habe Quintinah die gewohnten Seitengänge vom Boden aus ausführen lassen. Alle drei wurden nach 5 Minuten merklich ruhiger. Also aufgesessen und los gings. Quintinah war ganz prima, sie schwebte durch die 60 Meter Halle. Auch Esquibo lief sehr schön. Steffi hatte vorsichtshalber Schlaufen drauf getan, aber die konnte sie bald schon ausschnallen. Der Boden ist doppelt so tief wie der in Sudberg - das kann jetzt gut oder schlecht sein... Ich war mit dem Reiten sehr zufrieden und habe dann noch kurz mit Dana getauscht, damit der alte Gjaco auch noch ein wenig Gymnastik bekam. Dana durfte Quintinah noch Schritt reiten und leichttraben, was sie gut machte.

Und dann stellte sich heraus, dass wir da wohl was falsch verstanden hatten, jedenfalls verzögerte sich unsere Rausstellzeit auf den späten Nachmittag, 17 Uhr. So lange noch!Also sind wir erst mal wieder nach Hause gefahren - und ich bekam das heulende Elend. Nichts klappte so, wie ich es mir gedacht hatte.

Am Nachmittag kam Dana nochmal mit und Thomas wollte filmen. Nachdem wir die Pferde los gemacht hatten, gab es ca. 5 Minuten ein wenig Radau, wobei sich Quintinah ganz nah an Gjacomo hielt und er den Beschützer gab.








Die beiden trabten und galoppierten teilweise im Gleichtakt nebeneinander her. Esquibo war der kommunikativste, er nahm schon mal Kontakt zu den Nachbarpferden auf.

Insgesamt lief das Ganze längst nicht so panikartig und wild ab, wie ich befürchtet hatte. Diese Auslauf-Wiese (denn Gras gibt's da nicht) ist wenigstens schön lang, so dass die Pferde schon mal ein Stück laufen können.

Das Video dazu findet sich hier:



Ich verabredete mit Herrn Nebendorf, dass die Pferde am nächsten Tag auf die Wiese dahinter kommen sollten, während er für "die Herde" die schöne grüne Wiese neben der Halle aufmachen wollte.

Auch das klappte nicht so, die standen am nächsten Tag wieder auf diesem Stück, als ich um 17 Uhr zum Reinholen kam - aber das ist schon eine andere Geschichte.


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